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Holzcluster Salzburg: starke Holzwirtschaft im Bundesland Salzburg [eStrategy by metaconsulting.net]

Internationaler Tag des Waldes

21.03.2017

Klimafitte Wälder bringen Holz für Salzburgs Gemeinden

Mehr als die Hälfte von Salzburg ist bewaldet. Der Wald bietet neben den gesellschaftlich sehr geschätzten Wirkungen beim Schutz vor Naturgefahren, Wohlfahrt und Erholung einen USP der Extraklasse – den genialen Wert- und Werkstoff HOLZ. Einerseits ist der Wald vom Klimawandel betroffen, andererseits bietet er auch Lösungen gegen die Klimaerwärmung. Holz ist in den Salzburger Gemeinden aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Sind pro Gemeinde im Durschnitt 10 Firmen mit der Holzbe- und Verarbeitung beschäftigt, kommen immer mehr gemeindeeigene Holzbauten dazu. Mit einem Anteil von rund 40 % an den Hochbauten der Gemeinden ist Holz zunehmend der Favorit bei kommunalen Bauten. 

Am internationalen Tag des Waldes am 21. März richten viele Organisationen ihren Blick auf die Wälder. Liegt global der Fokus nach wie vor bei illegalen Abholzungen in den südamerikanischen Urwäldern, steht in Europa der nachhaltig bewirtschaftete Wald im Zentrum der Ziele der Waldbesitzer. proHolz Salzburg nutzt die Gelegenheit, auf die vielen ökologischen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Aspekte des Waldes und dessen Rohstoff Holz aufmerksam zu machen. Im Rahmen einer Pressekonferenz an der in Holzbauweise neu errichteten Volksschule von Hallwang zeigen sich die Vertreter der Gemeinden und der Forst- und Holzwirtschaft überzeugt: Holz marschiert immer mehr in die Köpfe und Herzen der Bauherren.

„Der Wald ist besonders im Alpenraum vom Klimawandel betroffen. Während die globale Durchschnittstemperatur in den letzten 100 Jahren um 0,8°C gestiegen ist, ist der Alpenraum mit einer Erwärmung von rund 1,8°C konfrontiert. Das bringt Herausforderungen für die Waldbewirtschaftung mit sich, denen wir klug begegnen müssen“, so Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg und selbst Waldbesitzer. Die Auswirkungen des Klimawandels sind dabei nicht eindimensional. Die Betrachtung von Durchschnittswerten z.B. bei den Temperaturen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es heute extremere Hitzeperioden in den Sommern gibt und auch bei den Niederschlägen die Verteilung ganz anders ist, als noch vor wenigen Jahrzehnten. Waren früher schneereiche Winter keine Seltenheit, sind heutzutage vergleichsweise geringere Schneeauflagen vorzufinden, die natürlich auch im Frühjahr als Wasserversorgung der Wälder durch die Schneeschmelze nicht mehr im selben Ausmaß zur Verfügung stehen. „Die zunehmenden Wetterextreme in Form von Stürmen, Starkniederschlägen und ausgeprägten Trockenphasen erfordern, dass die Waldbesitzer ihre Wälder klimafit machen.

Das bedeutet, dass die Vielfalt an heimischen Baumarten genutzt wird, die Pflege der Wälder in Form von Durchforstungen durchgeführt wird und die Verjüngung des Waldes durch regelmäßige Holznutzung gewährleistet wird. Klimafitte Wälder sind dann in der Lage, alle Wirkungen des Waldes für die Gesellschaft sicherzustellen. Mit dem Wertstoff Holz als Produkt der klimafitten Wälder wird der bewirtschaftete Wald damit auch zu einem Teil der Lösung des Klimaproblems. Holz speichert CO2 langfristig und sein Einsatz am Bau ersetzt energie- und CO2-intensive Rohstoffe in der Bauwirtschaft. Über alle Verarbeitungsstufen und den Wald selbst spannt sich auch ein Zertifizierungssystem mit höchsten Standards, das PEFC-Gütezeichen, das den Konsumenten und Bauherren die Sicherheit gibt, dass das Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt“, zeigt sich Rosenstatter von den Vorteilen der aktiven Waldbewirtschaftung und Holzverwendung überzeugt. 

Wertschöpfungswunder Holz

Mit rund 12.000 Erwerbstätigen in der Holzverarbeitung bezieht ein Viertel der in der Güterproduktion beschäftigten Salzburger ein Einkommen aus der Forst- und Holzwirtschaft. Mehr als 8.000 Waldbesitzer nutzen den Wald ebenfalls als Einkommensquelle.
„Beinahe alle holzwirtschaftlichen Unternehmen in Salzburg wie Sägewerke, Tischler oder Holzbau-Meister sind Familienbetriebe und großteils klein strukturiert. Salzburgs Säge- und Holzindustrie stellt als erste Verarbeitungsstufe in der Wertschöpfungskette die Grundlage für jede Weiterverarbeitung in der Holzbearbeitung dar. Etwa 90 Sägewerke verarbeiten pro Jahr über 1,2 Mio fm Holz. Rund 25 Unternehmen zählt die Holzindustrie, an deren Spitze große, international sehr erfolgreiche Firmengruppen stehen. Der Erfolg der Wertschöpfungskette Holz in Salzburg besteht darin, dass wir alle Glieder dieser Kette – vom Wald bis zur Endfertigung – im eigenen Land haben. Für 100 Festmeter zusätzlich verarbeitetes Holz entsteht ein Ganzjahresarbeitsplatz in der Wertschöpfungskette. Deshalb ist die aktive Nutzung des Waldes wirtschaftlich intelligent und gleichzeitig gut für die Umwelt“, berichtet Martin Schnell, Obmann-Stellvertreter von proHolz Salzburg und Sägewerksinhaber aus Flachau. 

Holzbau trifft Zeitgeist

Holz und seine Verwendung ist aktiver Klimaschutz. Salzburgs Gemeinden zeigen sich als Vorreiter bei öffentlichen Gebäuden und verbauen das heimische Material Holz. So auch in der Flachgauer Gemeinde Hallwang, wo derzeit das Volksschulgebäude in Holzbauweise in Fertigstellung ist. „Gemeinsam mit den anderen Gemeindevertretern konnte ich mich im Vorfeld unserer Entscheidungen von der hohen Qualität eines Holzbaus überzeugen. Wir haben uns daher bei der Planung und Errichtung unserer Volksschule für den Baustoff Holz entschieden“, ist Bürgermeister Johannes Ebner stolz. „Nicht nur die ohnehin geforderten hohen Qualitäten und Standards eines modernen Schulbaus in Holzbauweise überzeugten uns, sondern vor allem auch die Qualität des Raumklimas, das beruhigend und positiv auf die Kinder wirkt. Mit der kurzen Bauzeit für unsere neue Schule können wir erhebliche Einsparungen bei den Kosten für Ersatzräumlichkeiten bzw. die Containerlösung erzielen. Viel wichtiger ist uns aber das Wohlfühlklima für unsere Schülerinnen und Schüler“, so Ebner weiter.

Für die Planung des neuen Schulgebäudes zeichnet der in Altenmarkt beheimatete Architekt Tom Lechner verantwortlich. Dieser konnte bereits mehrere Auszeichnungen und Anerkennungen bei diversen Preisen mit seiner Formensprache und Materialwahl gewinnen und sicherte sich auch den Architekturwettbewerb für die Umsetzung der Schule in Hallwang.

Bürgermeister Sebastian Schönbuchner machte es wie sein Flachgauer Kollege. Denn auch in Großgmain ist derzeit eine sich rasch entwickelnde Holzbaustelle zu bestaunen. Mitten im Ort entsteht der neue Kindergarten in Holz. „Es war bereits vor Beginn der Planung für uns klar, dass das heimische und regional stark verwurzelte Material Holz als Baustoff verwendet wird.

Die Stärkung der ländlichen Regionen und wirtschaftstreibenden Firmen ist für uns von höchster Bedeutung“, erläutert Schönbuchner. „Durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, heimischer Ressourcen und lokaler Arbeitskräfte liegt im Holzbau ein sehr geringer ökologischer Fußabdruck vor. Ein Kubikmeter Holz entlastet die Atmosphäre langfristig um eine Tonne CO2. Auch die Belastung durch Staub, Lärm und LKW-Fahrten für die Anrainer und Bürger ist durch die rasche Bauzeit sehr reduziert worden. Das sind Faktoren, die unglaublich wichtig sind, obwohl diese heute in der Regel nicht finanziell bewertet werden“, weiß Schönbuchner. 

Qualität durch Holzbau-Meister

Optimistisch blickt Holzbau-Landesinnungsmeister Friedrich Egger auf die heurige Bausaison. „Die Auftragslage ist im Baugewerbe insgesamt gut, im Holzbaubereich bemerken wir, dass die Investitionsbereitschaft der Kunden vom Häuslbauer bis hin zu Gewerbe- und Gastronomiebetrieben wieder ansteigt. Besonders stark wächst im Zuge von Sanierungen die gelichzeitige Umsetzung von Erweiterungen und Zubauten, wo Holz aufgrund seines geringen Gewichtes und den damit verbundenen Vorteilen bei der Statik und der schnellen Umsetzung punkten kann. Die rund 200 Salzburger Holzbaubetriebe reagieren auch richtig auf die gesteigerten Anforderungen hinsichtlich Planung und Arbeitsvorbereitung. Die Mitarbeiterzahl ist in den letzten fünf Jahren bei den ausführenden Fachkräften um rund fünf Prozent, bei den technischen Spezialisten in den Büros um rund 15 % gewachsen. Auch die Zahl der Lehrlinge in den Betrieben mit rund 200 konnte trotz sinkender Schülerzahlen gehalten werden“, zieht Egger positiv Bilanz. „Holz als gesunder, nachwachsender und ökologisch nachhaltiger Baustoff ist bei den Bauherren endgültig angekommen. Ähnliches gilt für Architekten und Planer, die nach anfänglichen Vorbehalten nun auch die Vielfalt und Gestaltungsmöglichkeiten von Holz- und Holzwerkstoffkombinationen sehen, schätzen und umsetzen“, so Egger. 

Holz in der Gemeinde

Aber nicht nur die beiden genannten Gemeinden setzen auf Holz. In naher Zukunft sind zahlreiche weitere Projekte in Planung, Ausführung und Fertigstellung. Dabei werden vorwiegend Kindergärten und Schulbauten durch die öffentliche Hand aus Holz errichtet. „In Kuchl sind gerade die Arbeiten des Umbaus am Holztechnikum im Gange, die Errichtung des Kindergartens in der Gemeinde Neumarkt wurde begonnen, die Gemeinden Faistenau und Dorfbeuern stehen bei den Neubauten der Kindergärten in den Startlöchern. Es zeigt sich hohes Interesse am Bauen mit Holz“, freut sich proHolz Salzburg Obmann Rudolf Rosenstatter. 



Holzcluster Salzburg: starke Holzwirtschaft im Bundesland Salzburg [eStrategy by metaconsulting.net]

Unser Bundesland Salzburg ist zu 52% von Wald bedeckt und der nach- wachsende Rohstoff Holz ist eine direkte Einkommensquelle für 20.000 Erwerbstätige.

Die Wertschöpfungskette Holz mit mehr als 1.200 Betriebe bildet einen historisch gewachsenen Cluster. Unter dem Motto "Gemeinsam mehr bewegen, mit der Kraft der Kleinen" ist das Ziel des Holzcluster Salzburg, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Holzbranche zu sichern, auszubauen und zu stärken.

Nutzen auch Sie die Möglichkeiten, die Ihnen der Salzburger Holzcluster als aktive und informative Plattform biete!